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Umzug auf Substack

In letzter Zeit ist hier nicht viel passiert. Das lag nicht nur an fehlender Motivation, fehlender Zeit in Wänden jeglicher Art, sondern auch daran, dass mich Blogger keine Bilder mehr einfügen lässt und auch sonst irgendwie nicht so super zu nutzen ist. Daher habe ich mir jetzt ein Substack eingerichtet, wie jeder Mensch, der schreibt und mehr oder weniger von sich hält (hab ich mir sagen lassen). Wie ich da 'ne sinnvolle Struktur hinbekomme, werde ich noch sehen müssen. Aber falls ihr wollt, findet ihr mich bzw. meine Schreibergüsse ab jetzt dort: radikalvertikal auf Substack   

Staatsräson Weiter so! - Ein krankhaft satirischer Jahresrückblick 2025

Ich könnte ja damit anfangen, dass Fritze endlich mal wegen seines Antifeminismus durch "die Töchter" bisschen aufs Maul bekommen hat, endlich mal 'was Positives. Aber dass ein Teil dieser Töchter in Linkspartei und PD ihm irgendwie direkt verziehen hat und zum wiederholten Male bereitwillig den Chaoskanzler vor der früher oder später eintreten müssenden Krise gerettet hat,  ist schon etwas komisch. Zumal die Konservativen den Linken die DDR nie verziehen haben. 

2025: Weinen lernen - Ein persönlicher Rückblick

  Wer sich 2025 auf meinem Blog umgesehen hat, wird bemerkt haben dass hier scheinbar wenig los war. Scheinbar, denn ich habe in der Tat so wenig (Berg-)Sport betrieben wie selten in meinem Leben, aber ich habe mich eben auch politisch organisiert und bemerkt, wie gut mir das tut. Bei all dem Schwachsinn, der auf der Welt so abgeht, ist's eben bitternötig. 

Shenanigans im Val di Mello

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  Mit all dem Kram um die Ohren kommt eine ganze Woche Auszeit und Klettern recht. Mit Fabi hatte ich schon eine Weile die Woche geblockt, jetzt ist der Plan in der Zentralschweiz auszuharren, bis die Campingplätze frei sind.

Ecopointambitionen am Salbit

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Lang ist's her, Studium und Politik waren in letzter Zeit omnipräsent. Aber jetzt geht's wieder in die Berge, Mittwochmittag fahren Cora und ich nach Göschenen. Nicht ohne Startschwierigkeiten, ich kann mich nicht von einem Protestcamp lösen, in dem ich irgendwie mit reingerutscht bin und jetzt sogar ein klein wenig aktiv war. Und lang ist's her, über zwei Monate im Verzug war ich mit Blogsachen noch nie...

Sommerloch?!

  Dass hier einige Zeit lang nichts kam, liegt nicht unbedingt an einem wie von mir provokant getitelten Sommerloch. Eher daran, dass ich gerade viel (zu viel) Politik und Aktivismus betreibe und nur wenig Bergsport. Das ändert sich bekanntermaßen aber ab und an, auch wenn mir gerade schlicht das ganze Politikgedöns um ein paar Welten wichtiger ist. Aber immer mit der Reihe.

Rezension zum Dokumentarfilm "Blinder Fleck" von Regisseurin Liz Wieskerstrauch

Am 27.06.2025 fand die Premiere des Dokumentarfilms "Blinder Fleck" von Regisseurin Liz Wieskerstrauch im Freiburg Friedrichsbau statt. Eine Freundin, die selbst von organisierter sexueller Gewalt und komplexen Traumafolgestörungen betroffen ist, hatte mich auf die Idee gebracht, den Film zu sehen. Außerdem lockte eine Diskussionsrunde mit der Regisseurin.

Schöllenen - Suworov, 6c

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Tag zwei, wir sind heiß auf Risse. Also Schöllenen: kürzester Zustieg, leider viel Straßenlärm. Aber wird sind nicht die einzigen mit der Idee. 

Teufelstalwand - Zeichen der Freundschaft "light", 280m 6b+

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 Seit langem mal wieder richtige Berge: Die Teufelstalwand ruft. Pissoir du Diable  ist aber leider komplett nass, also schnell vor Ort umplanen. Zeichen der Freundschaft  schaut sinnvoll aus!

Selbstfürsorge

Ich spreche meine Therapeutin darauf an, dass mich die aktuellen Geschehnisse überall auf der Welt beschäftigen wie kaum etwas anderes. Den Aufstieg autoritärer Systeme keine 100 Jahre nach dem Niedergang der letzten sehen zu müssen, erfüllt mich mit Angst, mehr als irgend etwas anderes es kann. Die Menschheit kann doch nicht so dumm sein und wieder und immer wieder auf die gleichen Muster reinfallen, die selbst in Popkultur mal mehr, mal weniger subtil aufgezeigt werden. Sei es der Klassiker "1984" von George Orwell oder die Star Wars Teile I bis III und die Geschichten dazwischen, die dystopischen Werke von Alduous Huxley und Co.: selten lassen sich keine Parallelen zur ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts oder den aktuellen Entwicklungen, vor allem in Amerika, ziehen. Ihre Antwort: "Sie müssen selbst für sich sorgen, Politik wird sich selten für Sie einsetzen. Sorgen Sie dafür, dass Sie selbst mit Ihren Handlungen und Entscheidungen zufrieden sind, das ist das Wicht...

Komplexitätsverweigerung

 Um einmal mit einer aus der Popkultur bekannten Theorie zu beginnen: Mal angenommen, an jedem Entscheidungspunkt in der Geschichte gibt es zwei Entscheidungsmöglichkeiten, die jede einzeln ein Paralleluniversum beginnen würden. Was hätte eine solche Sicht auf den Geschichtsverlauf an Folgen? Über dieses Gedankenspiel kann uns bewusst werden, wie komplex die Welt eigentlich ist. Und dass die Komplexität immer weiter, exponentiell und schneller, zunehmen wird. 

Drei Worte, eine Geschichte II: Schrecken der Gräben

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 Ein zweiter Versuch, eine Kurzgeschichte mit drei Worten als Start zu schreiben, kamen mit den Begriffen Ohrläppchen, Schützengraben, staunen  die folgende Geschichte zustande:

Drei Worte, eine Geschichte: Mediterrane Hitze

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Eine weitere Schreibübung: Ich bekomme drei Worte von einer anderen Person, aus der ich dann eine Geschichte basteln muss. Die erste Aufgabe bestand aus: Olivenöl, bunt, rutschig.

Kreativergüsse

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  Dieses Semester besuche ich ein Seminar zum Kreativen Schreiben. Inzuge dessen sind bereits die ein oder anderen interessanten Ansätze und Texte entstanden, von denen ich einige auf dieser Seite präsentieren möchte.

Wissenschaftliches Arbeiten in Zeiten der Zensur

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  Vor einer Woche hatte ich im Zuge eines Seminars über Donna Haraway ein Referat über Einflüsse auf Haraway von Karen Barad. Barad ist Nachfolgeperson von Haraway in der Professur für Feministische Studien, Philosophie und Geistesgeschichte an der University of California in Santa Cruz.

Identitätskrise

 In den letzten Tagen ist irgendwie total viel passiert, aber zugleich auch wieder nicht. Da wäre zum Einen der Start des Sommersemesters in dieser Woche. Nach zig Anlaufversuchen über die letzten drei Jahre verteilt, starte ich jetzt in einen neuen Go, dieses Mal aber direkt in die Vollen. Mir fehlen nämlich seit drei Jahren die unveränderte Anzahl an drei Seminaren plus Bachelorarbeit. Jetzt habe ich mir für dieses Semester diese vier Seminare ausgesucht und konnte bei wirklich allen interessante Themen wählen. Ein Hausarbeitsthema steht bereits fest, da freue ich mich bereits sehr darauf, denn das könnte genau nach meinem Geschmack sein: die Strukturen eines Themas durch nicht ganz naheliegende Themenkomplexe aufgreifen. Aber auch die anderen Seminare sind nicht weniger übel, könnten sie doch alle unter dem Dach der Interdisziplinarität stehen.  Ein zweites Thema treibt mich die letzte Woche besonders um: Wer mich auf meinen Social Media Kanälen verfolgt, wird es bereits mi...

Madrisa - Yetirutsche

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Bereits bei der Anfahrt zum Skigebiet Gargellen sticht eine Linie an der Madrisa besonders ins Auge: eine große Rinne, die auf der einen Seite vom Nordostgrat begrenzt wird, auf der anderen Seite von einigen weniger auffälligen Pfeilern und anderen Felsformationen. Auf der Suche nach einer vielleicht logischen Linie sind Jakob und ich eingestiegen. Was rauskam? Ein logischer Anstieg in der Tat, nur Kletterei hat es wahrlich nicht viel. Falls irgendwer Informationen hat, ob hier schon "geklettert" oder gar abgefahren wurde, meldet euch! Nicht, dass ich hier völlig zu Unrecht eine Erstbegehung draus mache...

Thomas Hobbes - Verfechter des Absolutismus?

Was ist der Mensch? Diese Frage treibt spätestens seit der Antike die schlauen Köpfe der Geistes- und Naturwissenschaften um. Mit der Politeia versuchte schon Platon im antiken Griechenland, den Menschen als Wesen mit dem Politischen zu verknüpfen. Denn eines stellte sich relativ schnell heraus: Der Mensch ist vor Allem ein soziales Wesen, das Gemeinschaft braucht und daher sucht oder bildet. Sei dies im Kleinen in der Familie, oder im größeren Stil in Dorfgemeinschaften und später in Städten und letztlich überstädtischen Verbindungen, die damals noch an die Herrschaftsverhältnissen gekoppelt waren. Heute kennen wir hauptsächlich Nationalstaaten wie unsere Bundesrepublik, die Vereinigten Staaten von Amerika, Frankreich, den Kongo und viele andere. Aber weshalb tun sich Menschen in solch großen Strukturen zusammen, wenn die Organisation solch großer Gebiete und so großer Mengen an Menschen sehr aufwändig ist?  Thomas Hobbes zum Beispiel ging von einem Naturrecht auf Selbsterhaltung ...

Bergsport - Angewandte Naturphilosophie?

Ein kurzer Überblick Berge regten  Menschen schon seit jeher zum Nachdenken an: Sei es der Olymp, der nach den antiken griechischen Mythen ihre Götter beherbergen sollte, für namhafte Poetinnen und Schriftsteller über die Jahrhunderte hinweg die Alpen als Muse, oder der Himalaya als höchstaufragendste Erhebung der Erde, der kreative, philosophische und viele andere Gedanken hervorbrachte. Ein Zeitgenosse prägte die intellektuelle Auseinandersetzung mit den Bergen im 20. Jahrhundert wie kein Anderer: Reinhold Messner. Die möglichen Themen sind vielzählig und wie fast alles in der Philosophie noch nicht komplett ausbuchstabiert. Ein kleiner Überblick. Grundlagen Aber was genau macht gerade Bergsport und den Aufenthalt in den Bergen zur gelebten Naturphilosophie? Eigentlich ganz einfach: Indem wir uns aus unseren inzwischen normalen Lebensräumen in weniger erschlossene Gebiete begeben, tun wir insbesondere eines dauerhaft und intensiv: Wir begeben uns in Auseinandersetzung mit der Nat...

Madrisa - Falsche Unvollendete 200m WI3 M5 R

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Oder: Falsch unvollendet  Nach unserem letztjährigen Tag im Tschübel-Gully an der Madrisa sind Jakob und ich fast auf den Tag genau ein Jahr später wieder vor Ort, diesmal mit dem Plan, die neue Route Lifeline zu klettern. In der tief eingeschnittenen Schlucht ist allerdings kein Eis, nur viel steil gestapelter, loser Schnee. Also Alternativplan: Eine der von Marco Wasina erstbegangenen Routen weiter westlich des Tschübel.